Der Arbeitgeber weiß am meisten? Diese Annahme hält der Praxis oft nicht stand. Im Recruiting treffen Bewerbende und Arbeitgeber selten auf Augenhöhe aufeinander. Informationen über Aufgaben, Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten oder tatsächliche Erwartungen sind ungleich verteilt – und nicht selten verfügen Bewerbende über mehr Wissen als das Unternehmen selbst. Diese Wissensasymmetrien prägen Auswahlentscheidungen stärker als vielen bewusst ist.
Dieser kostenfreie einstündige Spotlight beleuchtet in einem Impulsvortrag, wie ungleiche Informationslagen den Recruiting-Prozess beeinflussen. Ausgangspunkt ist das Prinzipal-Agenten-Problem, das erklärt, warum Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden müssen und welche Rolle verborgene Informationen dabei spielen.
Im Fokus steht die Frage, wie Wissensasymmetrien Auswahlentscheidungen verzerren können: Welche Informationen fehlen Arbeitgebern im Auswahlprozess? Welche Signale senden Bewerbende – bewusst oder unbewusst? Und wie wirken sich diese Dynamiken auf Vertrauen, Erwartungshaltungen und die spätere Bindung an den Arbeitgeber aus?
Teilnehmende erhalten Impulse, wie Informationsasymmetrien erkannt und im Auswahlprozess berücksichtigt werden können und welche Auswirkungen dies auf Vertrauen in das Unternehmen und auch die Bindung ans Unternehmen haben kann. Der anschließende Austausch bietet Raum, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diskutieren und über eigene Erfahrungen in der Praxis auszutauschen.
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